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Landkater wird Stadtkater und erzählt ...
28.03.2017 15:54

Kater  *Sir Charls* erzählt aus seinem Leben:

"Ja, da bin ich nun. Aus einem ehemals streunenden und kraftvollen Kater ist nun ein Stadtkater geworden.  Ich weiß, ich soll mich nicht beschweren. Alle sind furchtbar lieb zu  mir und sehr bemüht, es mir recht zu machen. Aber so ein Wechsel von Land auf Stadt kann schon wirklich Angst machen. Da ist alles anders. Es ist viel lauter. Zumindest hört es sich für mich so an. Die Vögel sind viel mutiger, kommen ganz nah an mich heran. Dabei bin ich ein Kater, der sehr wohl auch ein guter Jäger ist. Gewesen ist? Sollte ich gewesen sagen. Naja.. es ist ja egal. Ich hätte nicht gedacht, dass ein Umzug in die Stadt so aufregend ist. Aber ich habs geschafft. Ich mag diesen neuen Ort auch wenn es klein ist und mir meine Freunde fehlen. Mein Bruder fehlt mir sehr. Ja.. an ihn denke ich oft. Ob er noch dort ist, wo auch ich einst gelebt habe? Ich war mit ihm zusammen.. jede freie Minute.. und dann haben wir uns etwas auseinander gelebt.. ich wurde zum Streuner .. und er ein Wohnungskaterchen. Hach, was hab ich ihn ausgelacht.. und jetzt? Jetzt bin ich selbst so ein Wohnungskaterchen .. und was soll ich sagen.. ich genieße jede Sekunde. Auch wenn es für meine Menschen manchmal gar nicht so ausschaut.. Ich genieße das Leben hier mit meinen Lieben sehr. Ja, das wollte ich gerne mal sagen. Besonders, weil sich mein Frauchen immer so viele Gedanken und Sorgen um mich macht. Dabei ist ja eh alles gut so wie es ist. Sie soll sich einfach auch an die Stadt gewöhnen.. so wie ich. Ist doch ganz einfach.. Augen zu und durch. Danke an dich, lieber Christian, dass du mit mir zum Tagesanbruch und vor dem Schlafengehen raus gehst. Egal welches Wetter - du bist mein bester Freund .. hier an diesem Ort. Danke dass du all die Geduld hast, die ich brauche um mich genau um zu sehen und den Vögeln zu zeigen, dass hier ein großer Kater lebt. Ja, genau.. die sollen das nur wissen. Ich bin gerne hier. Und mein Frauchen wird das auch bald erkennen und dann endlich aufhören sich ständig Sorgen über mich zu machen. Es geht mir gut. Ich liebe meine Menschen und das Zuhause, das ich jetzt endlich habe. Wie mein Bruder. Ich bin angekommen."

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