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Au
Mehr-Katzen-Haushalte
15.08.2016 21:07

Als ich Kind war, war das mit den Katzen ein bisschen anders, als es jetzt gehandhabt wird. :-)

Irgendwie hatte jedes Haus EINE Katze oder EINEN Kater. Diese Tiere hätten auch keinen weiteren Artgenossen in ihrer Nähe geduldet. Jeder Eindringling wurde auf schärfste bekämpft. Ich kann mich noch gut an die sehr lauten Sommernächte erinnern in denen die Kater verschiedener Reviere im Kampf wie Babys gesungen haben.. Gruselig.. ;-)

Heute wird immer wieder die "Mehr-Katzen-Haltung" empfohlen. Besonders bei reiner Wohnungshaltung. Ist ja auch verständlich.. Wer möchte schon ganz alleine, ohne sozialen Kontakt mit Artgenossen, in einer Wohnung leben.

Mittlerweile sehe ich diese Standartempfehlung ein bisschen mit gemischten Gefühlen. Vermutlich deshalb, weil viele meiner Klienten das Problem mit Unsauberkeit haben.

Wenn wir zwei kleine Kätzchen zu uns aufnehmen, dann lieben sie sich sehr.. und kuscheln und spielen mit einander.

Nur.. so klein bleiben sie nicht.. sie kommen in die Katzen-Pubertät, bilden ihre Persönlichkeit aus, werden Geschlechtsreif und können sich mit einem mal nicht mehr "riechen".. Es wird hier das Revier markiert und dort eine Duftmarke gesetzt.. Manche Tiere werden auch äußerst dominant und lassen die sanftere Persönlichkeit nicht mal mehr in die Nähe der Katzenkiste oder zum Trinkwasser und Futter. Muss nicht so sein.. kommt aber sehr häufig vor.. und eine Katze oder gar beide werden im Tierheim abgegeben.

Auch die meisten Tierheime geben Katzen, für alleinige Wohnungshaltung, nur paarweise ab. Wenn man hier zwei ausgewachsene Tiere zu sich nimmt, stehen die Chanzen recht gut, dass sie sich GEMEINSAM wohl im neuen Zuhause fühlen. Ihre Persönlichkeit ist vollständig entwickelt und wenn sie von Klein auf an Artgenossen gewohnt sind, klappt das in späteren Jahren ganz gut. :-)

Jedoch kristallisieren sich auch hier immer wieder Einzelgänger heraus, die es wirklich genießen, ein großes Reich nur für sich zu haben. Und die dann in eine Gruppe zu stecken, ist für die meisten Beteiligten extrem stressig.

Im Tierheim oder bei Katzen-Pflegestellen wird auch meist darauf geachtet, dass sich die Tiere, die miteinander vermittelt werden auch vorher schon gut verstanden haben.

Bei Jungtieren kann man die Entwicklung eher schwer voraus sehen. So unterschiedlich sind die Persönlichkeiten von Katzen, dass sich eben mit einem mal (meist ab 2 Jahren..) Unstimmigkeiten oder sogar größere Reiberein in den ansonsten so kuscheligen Tagesverlauf einschleichen.

Mit Hilfe der *Mentalen Tierkommunikation* kann man die Beweggründe der Tiere erkennen, die sie in innere Anspannung versetzten.. Dadurch können wir Menschen leichter Schritte zur Veränderung im Alltag setzen.

Auch beim Zusammenführen von neuen Mitbewohnern ist es möglich hier bereits im Vorfeld Einblick in die Persönlichkeiten der Tiere zu bekommen.

Von Herzen, Martina

Mehr-Katzen-Haushalte (Teil 2)

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