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Mehr-Katzen-Haushalte (Teil 2)
16.08.2016 21:13

Wenns zu Hause so richtig ungemütlich wird - Katzen, die sich nicht mehr riechen könnten:

Wir haben also zwei zucker-süße Kätzchen bei uns aufgenommen und sind 2 Jahre gemeinsam durch dick und dünn gegangen. Und irgendwie sind aus den einstigen süßen und kuscheligen Katzenkindern ausgewachsene Persönlichkeiten geworden, die sich im Wohnzimmer bekriegen oder anstarren ... und ein unverkennbarer Duft von Reviermarkierungen zieht durch die Wohnung.

Jetzt ist es WICHTIG, so schnell als möglich Hilfe von Außen zu holen. Mit Hilfe der *Systemischen Tierkommunikation* kann man erkennen welches Tier dominant ist und welches Tier sich gar nichts mehr zu machen traut. Denn häufig sehen wir Menschen das total falsch und schimpfen dann auch noch mit dem unterlegenen Tier, weil wir es vielleicht gerade dabei ertappen, wie es allen Mut zusammen nimmt und sich verteidigt.

Manchmal braucht es eine räumliche Trennung, damit jedes Tier etwas zur Ruhe kommen kann.. Hier reicht es oft schon, wenn man die Räume der Wohnung für einige Zeit etwas aufteilt. Sich die beiden weder den Futterplatz noch die Katzenkiste teilen müssen. Jeder darf für sich zur Ruhe kommen. Mit etwas Fingerspitzengefühl und Geduld kann man sie dann langsam wieder an einander gewöhnen.

Je länger man hier zu wartet um so tiefer verankert sich das neue Verhalten und braucht dann auch länger um gelöst zu werden.

Bachblüten und Tierenergetik unterstützen hier sehr gut.

Ich gebe gerne den Impuls weiter, zwei alte gewaschene Socken jeweils am Köpfchen der einen und der anderen Katze zu reiben.. Die Socke nimmt über das Gesicht die Duftstoffe auf. Nicht zu viel.. aber doch ein bisschen.

Dann wird mit dieser Socke auch das Köpfchen der anderen Katze (die immer noch in ihrem gesicherten Raum ist..) gestreichelt und dann dort hinterlassen. Diesen Vorgang wiederholt man immer wieder.. So wechseln also täglich die zwei Socken die Räumlichkeiten der beiden Stubentiger.. Durch diesen Vorgang ist es möglich, dass sich die Tiere wieder an den Geruch des anderen gewöhnen.

Nach einiger Zeit kann man versuchen die beiden Türen für einige Zeit offen zu halten.. So kann jede Katze entscheiden ob sie (unter unserer Aufsicht) mutig genug ist die Wohnung erneut zu erkunden. (Bitte in der Zwischenzeit UNBEDINGT alle Duftmarkierungen beseitigen und Katzendecken und Kuschelliegen reinigen.. es darf nichts mehr an die Kriegszeit erinnern..)

Jede Katze bekommt ihre "Ausgangszeiten" die wir beobachten. Wenn wir das Gefühl haben, dass der Zeitpunkt gekommen ist, beide Türen zur selben Zeit geöffnet zu lassen, kann man beobachten wie sie sich mit ihrer neu gewonnenen *Freiheit* verhalten.. Hier wäre es auch gut, wenn man ein gemeinsames Spiel mit zwei Katzenangeln beginnt.. Spielen entspannt. :-)  Manchmal klappt das wirklich gut und alles bleibt ruhig.. und langsam kommt wieder Ruhe in das gemeinsame Zuhause.

Sollte es jedoch noch nicht klappen, dann einfach noch mal einen Schritt zurück gehen.. Beide Katzen in ihren Ruheraum einen feinen Platz schenken und erneut zwei alte gewaschene Socken an den Köpfchen reiben und ins jeweils andere Zimmer legen.

Es ist immer gut, sich in so einem Fall auch Hilfe von einer erfahrenen Verhaltensberatung für Katzen zu holen. Die meisten Verhaltensberater(innen) kommen auch nach Hause um sich die Situation vor Ort an zu sehen.

Ich habe mich ja für die Tierkommunikation entschieden und lausche lieber den Gedanken und Emotionen der Tiere. Ein bisschen von meinem Wissen und meinen Erfahrungen kann ich auch hier einbringen. Aber manchmal braucht es wirklich Besuche vor Ort. Also.. bitte nicht aufgeben. Es gibt immer Möglichkeiten solch angespannte Situationen zu entschärfen.

Kleiner Info-Block:

Da Katzen sich oft sehr genügsam zeigen und auch mal auf engerem Raum miteinander leben können, vergessen wir Menschen manchmal, dass Katzen ihr EIGENES doch recht weitläufiges Revier brauchen um richtig glücklich zu sein.. Sie brauchen ausreichend Resourcen .. Futter, Wasser, Rückzugsmöglichkeiten, Fensterplätze mit Aussicht, Abwechslung im Alltag.. Spielezeiten mit ihren Menschen.. und vor allem .. JEDE Katze braucht MINDESTENS *EIN* Katzenkisterl für sich ganz alleine, das sie ungestört und in Ruhe aufsuchen kann. Die GOLDENE Regel für Katzenkisten lautet: Für jede Katze 1 Kiste plus zusätzlich 1 Kiste. Das wären dann bei 2 Katzen.. DREI an UNTERSCHIEDLICHEN Stellen platzierte Möglichkeiten sich zu erleichtern. Und glaubt mir.. lieber 3 Katzenkisten in der Wohnung die von uns super sauber gehalten werden können, als Katzenpiesel an den unterschiedlichsten Stellen, die echt unangenehm duften..

... das war jetzt ein kleiner Ausflug in die Welt der Katzen.. Ich wünsche euch einen zauberhaften Tag und viel Freude bei allem was ihr euch für heute so vorgenommen habt. :-)

Herzlichst, Martina

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